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Sophie Gutöhrle - Foto: EXPA/JFK/ÖRV

Silber im Downhill der Juniorinnen für Sophie Gutöhrle – Gabriel Wibmer Zehnter bei den Junioren

Sie war die Sensation des Schlusstages der UCI Mountainbike Welteisterschaften in Saalfelden Leogang. Die 16-Jährige Oberösterreicherin Sophie Gutöhrle eroberte die Silbermedaille im Downhill der Juniorinnen hinter der neuen Weltmeisterin aus Frankreich Lauryne Chappaz. Bei den Junioren gewann der Ire Oisin O’Callaghan, Österreich schaffte mit Gabriel Wibmer einen weiteren Top Ten Platz.

„Ich hatte das nicht erwartet. Es war mega rutschig, ich bin den Wald gut durchgekommen. Die Strecke verändert sich stündlich. Beim Fahren ist es aber recht gut gelaufen“, berichtete die junge Athletin, die erstmals bei Weltmeisterschaften am Start stand.

Nicht einmal ein Sturz im oberen Streckenbereich konnte die junge Mountainbikerin am Finaltag der Weltmeisterschaften in Saalfelden Leogang aus dem Konzept bringen. „Das hat mich nicht gestoppt. Ich habe mich einfach so wohl gefühlt am Kurs heute“, erklärte sie.

„Ein Freund hat mich zum Downhillen mitgenommen und dann hat mich das Radfieber gepackt. Jetzt bei der Premiere gleich mit einer Medaille im Gepäck heimzufahren ist sensationell“, jubelte Gutöhrle, die aus Thalheim bei Wels kommt: „Der Sturz von Vali war natürlich bitter. Ich habe gehofft, dass sie heute Gold holt. Aber so kann unser Sport auch sein, ich wünsche ihr das Beste.“

Wie riskant der Downhill-Sport der Mountainbiker ist, musste die Oberösterreicherin am Samstag selbst erleben. Auch sie verbrachte kurze Zeit im Krankenhaus, da sie sich beim Training an einem ihrer Finger verletzte. „Die Ärzte haben aber dann gesagt, dass bei den Bändern alles passt und dann wusste ich, dass die WM für mich weitergehen kann“, strahlte die Silbermedaillengewinnerin.

1011 Gutöhrle Medaille

Auch Wibmer gelingt der Sprung in die Top Ten

Bei den Junioren kamen die kalten und regnerischen Bedingungen dem Iren Oisin O’Callaghan am besten entgegen. Er gewann die Goldmedaille vor den beiden Briten Daniel Slack und James Elliot. Österreichs bester Fahrer war der Osttiroler Gabriel Wibmer auf Rang 10: „Mir ist es relativ gut gegangen. Ich habe halt sehr investiert in die Linie. Im oberen Teil war ich eher auf der sicheren Seite unterwegs, der Wald ist mir ganz gut gelungen.“

1011 Wibmer

Einen Platz in den Top 15 hatte ihm sein Trainerteam nach der Qualifikation am Freitag zugetraut. Nun schaffte er sogar den Sprung in die Top Ten: „Der zehnte Platz bei der ersten WM ist schon geil.“ Herausfordernd war nicht nur die Speedster-Strecke in Leogang, sondern auch die Bedingungen. Der Regen und der leichte Schneefall im oberen Bereich verwandelten die Strecke in einen schlammigen, schwer zu fahrenden Kurs.

„Am Start waren schon die Schneeflocken zu sehen und da geht einem dann viel durch den Kopf. Aber wenn dann der Countdown beginnt, dann ist man voll fokussiert“, ließ sich Wibmer trotz von schwierigen Bedingungen nicht beeinflussen und fügte an „Natürlich wäre noch ein wenig was drinnen gewesen, aber das ist bei uns immer so in diesem Sport. Ich wusste, dass es bei dem Wetter besser war Risiko zurückzunehmen und das hat sich ausgezahlt.“

Der Oberösterreicher Noah Hoffmann belegte Rang 24 von 60 Fahrern, die weiteren Österreicher rund um Jonas Goweil, Kilian Buhl, Maximilian Oberhofer und Nico Ofner platzierten sich im Mittelfeld.

1011 Downhill Junior

Ergebnisse:

Downhill Juniorinnen:
GOLD: Lauryne Chappaz (FRA) 5:41.502
SILBER: Sophie Gutöhrle (AUT) + 46.809
BRONZE: Leona Pierrini (FRA) + 53.812

Downhill Junioren:
GOLD: Oisin O’Callaghan (IRL) 4:02.142
SILBER: Daniel Slack (GBR) + 2.141
BRONZE: James Elliot (GBR) + 10.705
10. Gabriel Wibmer (AUT) + 22.870
24. Noah Hoffmann (AUT) + 35.166
31. Jonas Goweil (AUT) + 44.708
32. Kilian Buhl (AUT) + 47.939
34. Maximilian Oberhofer (AUT) + 49.354
37. Nico Ofner (AUT) + 58.482

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