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Zoidl fährt ins Gelbe - Cancellara siegt in Podersdorf

Auf der vorletzten Etappe der 65. Int. Österreich Rundfahrt hat der Oberösterreicher Riccardo Zoidl dem bisher Gesamtführenden Kevin Seeldraeyers das Gelbe Trikot ausgezogen und fährt damit morgen in die Bundeshauptstadt Wien! Den Etappensieg beim 24,1 Kilometer langen Einzelzeitfahren in Podersdorf am Neusiedler See holte sich der Schweizer Superstar Fabian Cancellara!

Einer der großen Triumphatoren des Tages in Podersdorf am Neusiedler See war der vierfache Zeitfahr-Weltmeister und Olympiasieger Fabian Cancellara. Bei der Wende des 24,1 Kilometer langen Einzelzeitfahrens lag Fabian, der im Jahr 2002 bereits eine Halbetappe bei der Ö-Tour gewinnen konnte, nur wenige Sekunden vor dem letztjährigen Etappensieger Marco Pinotti, doch im Ziel distanziert der Schweizer den italienischen Meister schließlich um 22 Sekunden. "Es war wegen des starken Windes ein super schweres Rennen. Bis zur Wende habe ich mir das Rennen optimal eingeteilt und bei der Rückfahrt nach Podersdorf lief es dann noch besser. Ich bin hierher gekommen, um eine Etappe zu gewinnen und habe das heute geschafft. Es ist ein wichtiger Sieg für mich", freute sich der sympathische Schweizer, der in Podersdorf von vielen Fans gefeiert wurde. Hinter Marco Pinotti landete Kristof Vandewalle auf dem dritten Platz.

Zoidl schlüpft ins Gelbe Trikot!
Riccardo Zoidl von Gourmetfein Simplon hat es geschafft! Mit einem Rückstand von 52 Sekunden ging er in das heutige Einzelzeitfahren und übernahm mit einer starken Vorstellung und Platz 15 das "Wiesbauer/Osttirol"-Führungstrikot! Kevin Seeldraeyers kam über Rang 87 nicht hinaus. In der Gesamtwertung führt Zoidl vor der Abschlussetappe nach Wien jetzt 33 Sekunden vor Alexandr Dyachenko, der sich noch an seinem Astana-Teamkollegen Seeldraeyers vorbeischob. Vor einer prächtigen Zuschauerkulisse wurde der neue Gesamtführende Zoidl gefeiert, der seine Gefühle kaum in Worte fassen konnte: "Ich bin überwältigt. Meine gesamte Familie ist hier und ich werde das erst realisieren müssen." Im Rennen lief es perfekt für den 25-jährigen Staatsmeister: "Bei der Wende lag ich schon vorne und ich hab mir genug Kraft für die windige Rückstrecke gespart. Fünf Kilometer vor dem Ziel sagte mir mein Betreuer, dass ich 53 Sekunden vorne liege. Das hat mich zusätzlich motiviert und ich habe alles gegeben!"

Ein fairer Verlierer war der Belgier Kevin Seeldraeyers, dessen Frau aus Belgien angereist war: "Natürlich bin ich enttäuscht. Aber ich habe hier zwei Etappen gewonnen und bin jetzt Gesamtdritter, auch keine schlechte Ausbeute!"

Peschel gewinnt "Promi"-Zeitfahren
Unmittelbar vor den Radprofis der 65. Int. Österreich Rundfahrt wurden elf "Promis" auf die 24,1 Kilometer lange Distanz geschickt. Der absolut schnellste war der Deutsche Uwe Peschel (Sportliche Leiter von Katusha - 3. bei der Zeitfahr-WM 1995) mit einer Zeit von 32,10,57 Minuten (Schnitt knappe 45 km/h) vor MTB-Ass Wolfgang Krenn und Ex-Radprofi Paco Wrolich. Armin Assinger wurde knapp vor KAC-Coach Christer Olsson Vierter (34,19,39 Min.). Übrigens, Uwe Peschel hätte im Rennen der 138 gestarteten Profis den 89. Platz erreicht.

Großes Pech hatte Leo Hillinger, der bis zur letzten Zwischenzeit an der tollen dritten Stelle lag. Aber 200 Meter vor dem Ziel nahm er die falsche Ableitung und kam deshalb nicht in die Wertung. "Das war bitter!", seufte Hillinger, der von seiner Tochter begleitet wurde. "Es war ein tolles Event und für den top-motivierten Leo kurz vor dem Ziel ein harter Schlag. Aber entweder hat er in Geographie nicht aufgepasst oder er hatte gestern Sauvignon Blanc bis zum Abwinken", scherzte Assinger.

7. Etappe im ORF
Die Zusammenfassung der siebenten Etappe wird zwischen 18:45 und 19:10 Uhr auf ORF eins übertragen und von 20:15 bis 20:40 Uhr auf ORF Sport Plus.

Morgen Abschlussetappe nach Wien

Um 11:30 Uhr fällt morgen in Podersdorf am Neusiedler See der Startschuss zur achten und letzten Etappe der 65. Int. Österreich Rundfahrt. Kurz vor 13:00 Uhr sollten die Radprofis zum ersten Mal das Ziel vor dem Burgtheater erreicht haben. Danach müssen noch zehn Runden am gesperrten Ring absolviert werden, eher um 14:00 Uhr der Gesamt- und Etappensieger der Ö-Tour feststehen.

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